Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte
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Bildung & Perspektiven



Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) für sehgeschädigte Kinder von 3 bis 7 Jahren

Die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) entspricht einem sonderpädagogischen bzw. heilpädagogischen Kindergarten.

 

Aufnahme

finden sehbehinderte und blinde Kinder im Alter zwischen 3 und 7 Jahren, auch Kinder mit zusätzlichen Behinderungen, z. B. Körperbehinderungen, Anfallsleiden, Teilleistungsschwächen, Entwicklungsverzögerungen.

 

Lernbereiche

Die Lernbereiche

  • Umwelt- und Sachbegegnung
  • soziale und religiöse Erziehung
  • Selbständigkeitserziehung im lebenspraktischen Bereich
  • Förderung im sprachlichen, mathematischen, rhythmisch-musikalischen und bildnerischen Bereich

entsprechen denen anderer Kindergärten, jedoch werden sie sehbehinderten- bzw. blindengemäß erschlossen.

Als besondere Förderinhalte kommen hinzu

  • Tasterziehung
  • Mobilitätserziehung
  • Seherziehung bei sehbehinderten Kindern.

Das Spiel ist das alles übergreifende Prinzip.

 

Tagesablauf

Die schulvorbereitende Einrichtung ist Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet.

Nach einer Sammel- und Freispielzeit bis 9 Uhr beginnt die Gruppenarbeit. Unter einem bestimmten Thema aus der kindlichen Erlebniswelt werden Erfahrungen gesammelt und Beschäftigungen angeboten. Für Aktivitäten aller Art stehen Garten, Spielplatz, Spielzimmer, Gymnastikhalle, Wassergewöhnungsbecken, Kugelbecken u. a. zur Verfügung.
Das gemeinsame Frühstück sowie Körperpflege und alltägliche Verrichtungen geben Gelegenheit, lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Fähigkeiten einzuüben. Um 12.00 Uhr werden die Kinder von den Internats- oder Tagesstättengruppen abgeholt oder mit dem Fahrdienst nach Hause gebracht.

 

Fachpersonal

Die SVE besteht derzeit aus zwei Gruppen mit je 6 Kindern, die von zwei Heilpädagoginnen im Förderschuldienst (HPF) und einer Pflegekraft betreut werden.

Ergänzend kommen mit einigen Förderstunden hinzu

  • Ein/e Sehbehinderten- bzw. Blindenlehrer/in, um behinderungsspezifische Vorschulprogramme durchzuführen
  • Eine Gymnastiklehrerin zur gezielten Bewegungserziehung (Motopädagogik).
  • Ein Sonderpädagoge und ein Psychologe stehen für Diagnose und Beratung zur Verfügung.

 

Zusammenarbeit

Großer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit den Eltern gelegt. Hierzu dienen regelmäßige gemeinsame Gespräche, Telefonkontakte und kleine Feste.

In Absprache mit Lehrern, Psychologen, Therapeuten und Ärzten wird die bestmögliche Förderung jedes Kindes und die richtige Entscheidung über den künftigen Schulbesuch angestrebt.

Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit der Frühförderung, die die Kinder häufig in den ersten Lebensjahren begleitet hat. Angeboten werden gemeinsame Wochenendseminare, Informationsveranstaltungen, Fachreferate.

 

Kosten

Die Kosten für den Besuch der schulvorbereitenden Einrichtung sowie die Schulwegbeförderung werden auf Antrag für Kinder mit nachgewiesenem Förderbedarf (augenärztliches Gutachten, pädagogisches Gutachten) übernommen.

Den Eltern entstehen keine Kosten.