| Starthilfe - Tipps für den Umgang mit blinden Menschen |
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Die nachfolgenden Ausführungen sind einer Broschüre für neue Mitarbeiter, die noch keinen Umgang mit blinden Menschen hatten, entnommen. Diese Tipps für den Umgang mit blinden Menschen sollen den Umgang mit Ihnen erleichtern. Der Inhalt soll sensibel machen, gleich von Beginn an, im Beobachten und Tun brauchbare Wege zu gehen. Mitleid und übertriebene Hilfe sind entbehrlich, fälschen die Realität. Im Folgenden reihen sich Anregungen, Vorschläge für die Praxis und Denkanstöße in zwangloser Folge aneinander mit der Absicht, „Fehlstarts" zu verhüten und die Kommunikation zu einer angenehmen Erfahrung werden zu lassen.
Irrtum - Tatsache
FührtechnikenDer Blinde fühlt sich sicherer, wenn sein Begleiter etwas vor ihm geht und er dabei den Oberarm des Begleiters greift. Er kann dadurch z. B. rechtzeitig auf Treppen, enge Stellen und Drehungen reagieren. Treppen können Angst hervorrufen. Sicheres und verantwortungsbewusstes Führen kann die Angst nehmen. Geht die Begleitperson eine Stufe voraus, so kann sie den Blinden besser schützen. Betritt der Begleiter die Treppe, so hebt oder senkt sich, je nach Verlauf der Treppe, der Arm des Blinden. Mit kleinen Hilfestellungen kommt er auch alleine zurecht. Wird der Blinde an den Stuhl geführt, kann er mit der freien Hand zur Stuhllehne greifen und selbstständig Platz nehmen. Es geht auch ohne Schieben und Zerren, wenn der Blinde zusätzlich mit der freien Hand an das Geländer greift, findet er genügend Halt.
OrdnungsprinzipienGegenstände, die achtlos in den Weg gestellt werden, können zu gefährlichen Unfällen führen - auf jeden Fall aber wird der Blinde erschrecken. Die Lust am selbstständigen Fortbewegen wird dadurch sicher nicht gefördert. Halb geöffnete Türen oder Fenster sind ernst zu nehmende Gefahrenquellen. Viel freier kann sich der Blinde bewegen, wenn er nicht ständig mit solchen „Fallen" rechnen muss. Der Blinde kann sich an jedem gedeckten Tisch orientieren. Einfacher ist es jedoch für ihn, wenn er sich in seiner gewohnten Umgebung an ein festes System halten kann. Will man einem Blinden erklären, wo sich einzelne Dinge auf dem Tisch befinden, so kann man als Hilfestellung das Zifferblatt der Uhr nehmen.
Denkanstöße
Herausgegeben vom bbs Nürnberg.
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