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Der komplette Neubau beider Schulen, der heilpädagogisch-therapeutischen Tagesstätte und des Bereichs der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen wurden in der letzten Verwaltungsratssitzung beschlossen. Unter dem Vorsitz von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch wurde damit ein zweijähriger Beratungs- und Abstimmungsprozess innerhalb der Vereinsmitglieder und der Regierung von Mittelfranken als Förderbehörde des Freistaates Bayern abgeschlossen. Notwendig wurde dies, da der Betonbau aus dem Jahr 1978 von den Experten und dem Fördergeber Freistaat Bayern als nicht mehr sanierungsfähig erachtet wurde. Der Neubau ist eindeutig wirtschaftlicher.
Insgesamt 37,6 Mio. € (bzw. 43,7 Mio. € indiziert bis zur Fertigstellung) nimmt der Trägerverein Blindenanstalt Nürnberg e.V. hierfür in die Hand. Die Privatschule wird seitens des Freistaats Bayern mit rund 30 Mio. € für den 1. Bauabschnitt gefördert. Den Rest tragen die nordbayerischen Bezirke.

Um die Baumaßnahme im Betrieb zu gestalten, wird der gesamte Neubau in zwei voneinander unabhängige Bauabschnitte aufgeteilt und realisiert. Nach dem Neubau der Schulen, der Tagesstätte und der BvB-Maßnahmen erfolgt dann der zweite Bauabschnitt mit dem Neubau des Internats, der Küche, der Räume der verschiedenen Fachdienste und der Verwaltung. Begonnen wird mit dem „ersten Spatenstich“ für den Bauabschnitt I voraussichtlich im Jahr 2020, für 2022 ist die Fertigstellung geplant. Dann können die ca. 300 sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schüler den Neubau beziehen.

Die alte Schule wird danach abgerissen und auf dem Platz wird der zweite Bauabschnitt umgesetzt. Viele Besonderheiten für die Beschulung und Ausbildung von Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung müssen eingeplant werden: klare Wegführungen, kein PKW-Verkehr auf dem Gelände, Lärmschutz, besondere technischen Ausstattung der Gebäude und Klassenräume.

2017 12 13 Neubau